KLEINSCHMIDT FINE PHOTOGRAPHS | WORKS ON PAPER

MODERN + CONTEMPORARY | THE RARITY AND THE UNIQUE

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Rückblick: Vom 26. März bis 6. Mai 2022

The Colour of a sudden Awakening
Photographs against Imperialism [Group-Show]

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Schau mit Erfolg: 24. Juni bis 21. Juli 2022

Automatismus - Second Life of Jan Wenzel
[Photomaton] Das Frühwerk| Das Spätwerk

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Hans Kupelwieser - Ohne Titel [Luftballon] (1995) | Original-Fotogramm auf Schwarzweiß Baryth Papier mit 30,5 x 40,3 cm (Unikat)

Chemismus - Das Fotogramm im 20. Jahrhundert | Théodor Ballmer・Hans Kupelwieser・Louise Landauer・Floris Neusüss・Eberhard Schrammen・Elsa Thiemann

Das Fotogramm nimmt in der Fotografie seit ihren Anfängen eine Sonderrolle ein. Das genuin kameralose Werk gibt dem Betrachter oftmals Rätsel auf. Kaum eine andere Gattung in der Fotokunst fasziniert so sehr. Woran liegt das? Dem Fotogramm wohnt offenbar latent eine Absolutheit inne, die so ihr Geheimnis birgt. Das Fotogramm zeigt zunächst einen Schattenriss, der das Objekt transluzid wirken lässt. Der Grauton als bloße Chemie. Die hat auch damit zu tun, dass ein Fotogramm immer Unikat ist, stets mit dem Zauber von Magie und Zufall entsteht, und im Abbild das Wesen der Dinge zeigt: Es ist somit einmalig, magisch, wesentlich. Sein Objekt der Darstellung zeigt sich darin gleichsam direkt als Ding an sich - und ohne den sinnlosen Umweg über den Apparat.

Das Fotogramm wirkt als pures Blattwerk als eine Art moderne Spätform des floralen Chemismus. Der von Walter Benjamin im 20. Jahrhundert prophezeite Verlust der Aura für das Kunstwerk im Zeitalter seiner endlosen technischen Reproduzierbarkeit greift für das Fotogramm nicht wirklich. Der Begriff der Aura meint eine stete Ferne, so nah sie auch scheint. Das Fotogramm nimmt als Kunstwerk und Original den Rang des Solitärs ein. Es unterläuft die Apparatetechnik subversiv. Es kennt weder Edition noch Negativ und kommt eben nicht ubiquitär vor. Der massenhafte Abzug - als Gesetz der Serie - ist ihm fremd. Eben jene Aura schützt allerdings kaum vor zahlreichen Fälschungen im Kunstmarkt, die jede noch so gut gekonnte Kopie vom Positiv des Fotogramms darstellt.

Insoweit bestätigt jede Auflage eines Fotogramms indirekt auch die Proklamation der These vom Niedergang der Aura -gerade für die Kunstkopie - im Zeitalter ihrer technischen Reproduzierbarkeit, wie Walter Benjamin dies vorhersah und verstand. Der Zerfall artikuliert sich im ubiquitären 'Hunger' nach dem Original, das durch die Massenhaftigkeit der Kopie aufwertet.

In der Ausstellung in Wiesbaden werden exemplarisch rare Postionen aus dem 20. Jahrhundert gezeigt. Der Bogen spannt sich von Théophile Ballmer aus der Schweiz über die 1936 nach Israel emigrierende Louise Landauer sowie die in der Inneren Emigration im Berlin der Nazizeit ausharrende und überlebende Elsa Thiemann und dem einst bei Walter Peterhans 1929-1933 in dessen Meisterklasse am Bauhaus gelernten Eberhard Schrammen bis zu den Fotokünstlern der Nachkriegsära in Deutschland und Österreich wie Floris Neusüss und Hans Kupelwieser. Damit sind das Bauhaus, das Neue Sehen, die Neue Sachlichkeit für die Frühe Moderne ebenso vertreten wie die späte, so genannte, Zweite Moderne. Viel Beachtung auch findet im Kabinett [Schauraum III] eine aktuelle Position, die das Chemigramm zeigt. Ein Chemigramm stellt eine Spielart des Fotogramms dar, das ebenso kameralos entsteht. Diese hier sind nicht nur tierisch schöne Experimentierstücke, sondern für ein seltenes Fotogramm im Kleinformat zudem auch preislich äußerst wohlfeil.

Die Zahl der Besucher für eine Führung durch diese exquisite Schau ist limitiert. Falls Sie Ihren Besuch trotz Anmeldung nicht antreten, geben Sie gern Bescheid, damit andere an der Führung teilnehmen können. Ab einer Teilnehmerzahl von fünf Personen findet die nächste Führung am 28. November - dem Cyber Monday 2022 - statt. Die Veranstaltung dauert in der Regel 90 Minuten. [Einlass zur Führung mit vollständiger Anmeldung.]

Courtesy and Copyright: the artist and Dr. Klaus Kleinschmidt [Pressclip] and Kleinschmidt Fine Photographs, Wiesbaden

Verlängerung der Erfolgsschau: Die Ausstellung "Das Fotogramm im 20. Jahrhundert" ist noch bis zum 20. Januar 2023 zu sehen.

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